JD 6400 - kein öl - hydraulikpumpe

JDTT auf Tour,

geplant ist eine kleine Runde durch Deutschland, bei der ich gerne eure Schlepper vor die Linse bekommen möchte.

Das ganze soll dem Zwecke eines Foren Kalender dienen.

Alle weiteren Informationen erhaltet ihr hier:

Kalender - Einfahr Tour durch D mit dem neuen Skoda Karoq


  • servus


    update: das saugsieb hatte ich jetzt noch nicht raussen, weil "alles" wieder funktioniert.

    d.h. alles funktioniert soweit wieder. die funktion von hydraulik, lenkung und frontlader sind wieder voll da.


    was aber seit dem auftreten des problems auffällt ist, daß die bremse zwar funktioniert, aber sich weit durchdrücken lässt.

    d.h. die bremse funktioniert beim kurzzeitigen bremsen wie gewohnt. wenn man aber aufsteigt und draufbleibt, dann geht die bremse langsam bis zum anschlag durch. die wirkung ist zwar gleich da, sie läßt aber mit den durchgehen des pedals nach.


    das passiert auf beiden seiten gleichmäßig, bis zur wirkungslosigkeit der bremsen.


    mein verdacht: das system war damals kurz leer (es ging ja hydraulisch gar nichts mehr) und deswegen ist luft im system! ich meine nämlich gelesen zu haben, daß hydrauliksystem und bremssystem zusammenhängen.


    mit dem entlüften und auch ansonsten kenn ich mich mit dem bremssystem beim 6400 überhaupt nicht aus.


    weiss hier jemand rat?


    servus

    sepp

  • Wenn das Pedal erst Druck hat und sich langsam durchtreten lässt ist was undicht. Keine Luft

    An alle die hier Hilfe suchen:

    Wenn Ihr ein Problem habt und Mitglieder machen sich Gedanken und Anregungen was es vielleicht sein könnte bitte ich darum das auch nach erfolgreicher Reparatur bzw Lösung ein Feedback zurück kommt. Sonst ist nur euch geholfen und nicht Allen.:!:

  • danke

    bleibt die frage WAS ist undicht und wo soll ich beginnen zu suchen?


    äußerlich ist nichts sichtbar!

    möglicherweise ist dieses phänomen der bremse auch eine folge des kurzzeitigen komplettausfalls der hydraulischen anlage incl lenkung und frontlader (wobei ja mittlerweile nun alles wieder funktioniert)


    - mir vor ein paar tageen auch noch aufgefallen, dass die schaltvorgänge nicht mehr so "hart" sind. das könnte aber auch an den momentanen aussentemperaturen liegen - bin mir nicht sicher, ob da ein zusammenhang besteht.


    ein ratloser ...

    sepp

  • Bei der Bremse sollte einer sehen ders kann. Gibts Dichtsatz.


    Die Schaltvorgänge können in der "Härte " Im System eingestellt werden. Nur je weicher desto Reibungsintensiver.( Mehr Verschleiß)

    An alle die hier Hilfe suchen:

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  • Bei der Bremse sollte einer sehen ders kann. Gibts Dichtsatz.


    Die Schaltvorgänge können in der "Härte " Im System eingestellt werden. Nur je weicher desto Reibungsintensiver.( Mehr Verschleiß)

    selber kann ich das eh nicht, da muss ja wohl der achstrichter weg? :(

  • Neee. So aus der Ferne tippe ich eher auf das Bremsventil. Die Bremsen im Achstrichter würde ich erstmal mit ca 2-3 bar luft beaufschlagen und hören ob das zischt im Getriebe.

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  • Neee. So aus der Ferne tippe ich eher auf das Bremsventil. Die Bremsen im Achstrichter würde ich erstmal mit ca 2-3 bar luft beaufschlagen und hören ob das zischt im Getriebe.

    danke dir

    aber eine bitte hab ich noch: hast du evtl eine schnittzeichnung, damit ich mir einmal einen überblick über die bremsanlage verschaffen kann.

    danke

    sepp

  • Nimm die Flex.

    Hab nix nur die ET Liste

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  • servus @all

    seit gestern ist die hydraulikanlage endgültig tot.

    ich hab den 6400 gestartet und bin ca 50 meter gefahren, ohne irgendwelche auffälligkeiten.

    dann wollte ich eine leichte frontladerarbeit erledigen, was zuerst für ein paar minuten funktionierte. bis dahin war also alles normal. plötzlich "kreischte" die pumpe für einige sekunden und seitdem geht weder hydraulik noch lenkung oder sonst eine hydraulische funktion. komischerweise macht die pumpe nach dem "kreischen" wieder die selben normalen geräusche wie sonst auch immer. das vor- und rückwärtsfahren ist möglich und die zapfwelle funktioniert auch. warnlampen sind keine an, nur beim startvorgang! die bremse geht beim treten immer noch gleichmäßig durch. nach dem ersten auftreten der symptome mitte oktober war zwischenzeitlich alles normal, ich bin seitdem insgesamt etwa 5 stunden unterwegs gewesen.

    morgen werd ich nun das öl ablassen, das saugsieb rausnehmen und danach ggf die werkstatt kontaktieren (müssen) - ich fürchte einen größeren schaden.

    servus

    sepp


    ..................update.................


    heute hab ich zuerst mit dem werkstattmeister telefoniert und meinen fall geschildert. dabei kam das saugsieb ins gespräch. ich dachte mir nach einigem austausch, es wäre doch wohl das beste, wenn er den schlepper gleich in die werkstatt holen würde. der meister wollte das dann intern zeitlich koordinieren.

    ich habs dann aber (nach dem tip hier im forum) nicht lassen können, dennoch das getriebeöl abzulassen und den filter zu ziehen. der hing ganz schön fest, ich dachte mir noch, ob das wohl normal sei? beim rausziehen sah ich dann die misere: es kamen ein haufen kleine teilchen raus, die den filter durch die bohrung "festhielten". es waren vermutlich ...... bremsbeläge - das hat mir dann der meister beim besuch in der werkstatt auch mit ziemlicher sicherheit bestätigt.


    zuhause hab ich die filterbohrung dann so weit das geht (und so tief das geht) saubergemacht, nochmals 20 liter öl eingefüllt und wieder abgelassen, um die restlichen belagteile rauszubekommen. dann noch den teil nach dem filter (wo die pumpen ansaugen) peinlichst sauber gemacht und alles wieder "zusammengebaut".

    angesichts der tatsache, dass sich die bremscheiben aufgelöst haben und diese daher auch ersetzt werden müssen. hab ich das alte öl für den moment weiterverwendet und durch ein feines sieb wieder eingefüllt.

    nach dem start des schleppers und einer minute leerlauf funktionierte alles auf anhieb. die leergepumpte lenkung brauchte ein bis zweimal durchdrehen bis zum links- und rechtsanschlag.


    die ursache ist also gefunden, soweit wir das anhand des filters erkennen konnten.


    insgesamt war etwa die menge einer faust (nicht nur eine handvoll) an belagteilchen im getriebe;-(

    die heutigen erkenntnisse erklären auch das verhalten des bremspedals.


    gruß

    sepp

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  • servus beinander

    heute früh kam der 6400 in die werkstatt.

    dort bestätigte sich, dass sich die beläge größtenteils von den bremsbelagscheiben gelöst hatten und auch die bremsscheiben dadurch (wahrscheinlich) kaputt waren. es waren riefen zu sehen und zu fühlen, so dass diese teile getauscht werden müssen. dazu kommen noch die dazugehörigen O-ringe.

    eine ursache konnte nicht festgestellt werden. die belagscheiben waren braun verfärbt (vom belag weg nach innen abnehmend) aber nicht blau, was dann auf eine überhitzung hätte schließen lassen ?!?!?!

    wie gesagt - das alles bei 8000 betriebsstunden.

    soweit so gut - er wird die nächsten tage wieder laufen :thumbup:

    servus

    sepp

  • Danke fürs Feedback. Du hast immer original hydr. Öl gefahren?

    An alle die hier Hilfe suchen:

    Wenn Ihr ein Problem habt und Mitglieder machen sich Gedanken und Anregungen was es vielleicht sein könnte bitte ich darum das auch nach erfolgreicher Reparatur bzw Lösung ein Feedback zurück kommt. Sonst ist nur euch geholfen und nicht Allen.:!:

  • Danke fürs Feedback. Du hast immer original hydr. Öl gefahren?

    ich hab den traktor mit 5300 stunden gekauft. der vorbesitzer hatte getriebeöl + filter immer in der JD-werkstatt wechseln lassen. der werkstattmeister und auch ein weiterer langjähriger mitarbeiter (beide sind leute meines vertrauens - freunde) hatten mir das vor dem kauf auch bestätigt. bei der übergabe bekam er ebenfalls neues öl und bei mir bei 6800 wieder. die filter wechselte ich zwischen drin nach anleitung bei ca. 750 stunden.


    da sollte das problem also nicht liegen - komisch war nur, dass sich die beläge direkt gelöst hatten und nicht abgerieben waren - also keine verschleißsache. ölvermischung sollte die ursache auch nicht sein, denn alle relevanten traktoren und anbaugeräte werden mit hygard betrieben, auch kipper. ein ablösen der beläge würde eher erst eintreten, wenn übermäßig viel fremdöl, noch dazu reines hydrauliköl verwendet werden würde. markenfremdes UTTO mit JDM20-freigabe sollte eigentlich auch kein problem sein - hab ich aber nicht verwendet, nur hygard :-|


    ...... ratlos .........was soll ich nun machen, daß das nicht wieder passiert ??


    nur so ein gedanke: man könnte jetzt konspirativ vermuten, daß JD sich seinen belagkleber so zusammenstellen läßt, daß er NUR mit hygard harmoniert und somit alle anderen öle etwas haben drin haben, was den kleber schädigt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 5 Mal editiert, zuletzt von altersepp ()

  • Mein Gedanke geht eher dahin wie dein Lastschaltgetriebe aussieht. Und das sieb ist zwar stark verschmutzt aber das erklärt mir noch nicht dieses An/Aus Verhalten der Hydraulik. ich denke schon das da schon Dreck in nem Ventil gesteckt hat.

    Übrigens steht im Wartungsplan alle 1500 Stunde Ölansaugsieb reinigen. Da wollte sich wohl jemand schon mehrmals die Jacke nicht dreckig machen.

    War da noch Farbe an der Verschraubung vom Ansaugsieb?

    Und ich kann dich beruhigen. Das die Beläge sich ablösen ist anscheinend kein Einzelfall.

    An alle die hier Hilfe suchen:

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  • Mein Gedanke geht eher dahin wie dein Lastschaltgetriebe aussieht. Und das sieb ist zwar stark verschmutzt aber das erklärt mir noch nicht dieses An/Aus Verhalten der Hydraulik. ich denke schon das da schon Dreck in nem Ventil gesteckt hat.

    Übrigens steht im Wartungsplan alle 1500 Stunde Ölansaugsieb reinigen. Da wollte sich wohl jemand schon mehrmals die Jacke nicht dreckig machen.

    War da noch Farbe an der Verschraubung vom Ansaugsieb?

    Und ich kann dich beruhigen. Das die Beläge sich ablösen ist anscheinend kein Einzelfall.

    an/aus-verhalten: da hast du schon recht. dieses abrupte ON/OFF ist mir auch ein rätsel. ich denke aber, daß sich das jetzt erledigt, sobald wieder die volle ölmenge angesaugt werden kann. eine empfehlung meines mechanikers war gestern, doch nach der reparatur einige stunden später das sieb nochmal rauszunehmen, um auch noch die letzten verbliebenen teilchen rauszubekommen.

    apropos verschraubung des filters: die war nicht mehr komplett mir farbe voll, der filter ist demnach schon mal rausgenommen worden. dabei meine ich, daß der filter niemals so "zugekotzt" sein kann, wenn mit getriebe und bremsen alles OK ist.

    es waren keinerlei eisenspäne zu sehen.


    zum getriebe: es schaltet wie es soll. nur beim kaltstart kann ich gleich nach dem start eine leichte verzögerung im vergleich als bei höheren außentemperaturen feststellen.

    ich glaube (und hoffe), daß hier nix fehlen dürfte. oder denkst du, daß sich auch hier die beläge auflösen?:(

  • Ne gewisse ölvermischung auch mit reinem hydraulik Öl sollte eigentlich unproblematisch sein.

    Schwierig wird es ja erst wenn es mit Motoröl Vermischungen gibt.

    So war zumindest bislang die übliche Aussage hier im Forum.


    Mein 6120 hat ja über 10000 Stunden absolviert ohne dass ich die Bremsen machen musste.

    Auch sonstige Probleme gab es mit der hydraulik keine in diese Richtung.

    Dabei nutze ich auch gelegentlich mietgeräte wo ich nicht immer weiß was der vorbenutzer für Öl drin hat.


    Möglicherweise hat jd mal schlechte Bremsbeläge verbaut. Kann auch am Zulieferer liegen. Ist aber rein eine Vermutung von mir.

  • btw: (unverbindliche info von JD, da hatte ich mal vor 3 jahren angefragt)


    Bei Verwendung von anderen Ölsorten müssen diese mindestens einem der folgenden Punkte entsprechen:

    • John Deere Spezifikation JDM J20C
    • John Deere Spezifikation JDM J20D

    Eine Ölvermischung mit einem Öl, welches unseren Spezifikationen entspricht, ist nicht so kritisch, als z.B. mit einem Hydrauliköl, dass auf Traktoren mit getrennten Haushalten der Fall ist. Eine Aussage, ob die Ölvermischung 20 oder 30% betragen darf, ist nicht möglich - man kann niemals feststellen, ob die Vermischung erst 10% beträgt oder schon 30%.


    Eine Ölvermischung ist bis zu einem gewissen Maße mit vergleichbaren Ölen nicht kritisch.

  • Ich denke der Belag war einfach Sch..... oder Seppl kriegt den Fuß schlecht von der Bremse.

    Die JD Werkstatt weiß aber mit Sicherheit von eventuellen Materialfehlern. Schließlich gabs ja auch schon ein Hinweis auf das Ansaugsieb.

    An alle die hier Hilfe suchen:

    Wenn Ihr ein Problem habt und Mitglieder machen sich Gedanken und Anregungen was es vielleicht sein könnte bitte ich darum das auch nach erfolgreicher Reparatur bzw Lösung ein Feedback zurück kommt. Sonst ist nur euch geholfen und nicht Allen.:!:

  • Ich denke der Belag war einfach Sch..... oder Seppl kriegt den Fuß schlecht von der Bremse.

    naja zweites würde ich jetzt nicht unterstreichen.

    Ich bin ja in einer ziemlich hügeligen Landschaft unterwegs.

    Ob man die Bremse so überanspruchen kann dass man den Belag förmlich runterreißt kann ich mir nicht vorstellen.

    Wenn die Beläge einfach durch Abnutzung vorzeitig verschlissen sind wäre das eher ein Indiz dafür.

    Bei den nassen bremsen sollte doch das Öl verhindern dass Schäden durch Überhitzung auftreten.


    Mein Händler hat zum nachfüllen kein hygard vorrätig sondern auch ein spezifisch geeignetes von einer anderen Marke.


    Einzig bei Autopower empfiehlt er ausschließlich hygard auch bei nachfüllen.

  • Ich denke der Belag war einfach Sch..... oder Seppl kriegt den Fuß schlecht von der Bremse.

    Die JD Werkstatt weiß aber mit Sicherheit von eventuellen Materialfehlern. Schließlich gabs ja auch schon ein Hinweis auf das Ansaugsieb.

    bei option 2 wäre dann die bremse verschlissen oder heißgelaufen - beides ist nicht der fall. die beläge haben sich definitiv von der stahlplatte gelöst - nix mehr drauf, auch keine (klebe-)krümel ...... bild folgt