Zukunft in der Landwirtschft

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  • moin moin ähm ich wollt ma ne frage an alle stellen: meint ihr, das es für nen studierten landwirten möglich ist einen Betrieb in Ost-Deutschland aufzubauen, beispielsweiße in meck-pomm. also wenn man quasi nur sein wissen und einige praxis-erfahrung hat, aber keine maschienen und der gleichen??? (am besten als bio- betrieb)


    danke für alle antworten


    mfg Vinzenz

  • Wenn ein gewisser Grundkontostand vorhanden ist und man ein gescheites Konzept vorlegen kann ist es sicher auch möglich einiges über Banken laufen zulassen. trotzdem ist es nicht einfach einen Betrieb von 0 auf die Beine zustellen der Wirtschaftlich Arbeitet. Kredite wollen Bedient werden und Geld zum Leben braucht man auch.
    Praxiserfahrungen sind um einen Betrieb zu gründen erstmal zweitrangig. Wichtig sind die Theoretischen Sachen die aufm Papier Stattfinden. Zuzeiten der Pferdekutsche war es noch einfacher. Du hast nen Kopfsalat angebaut und ihn fürn euro verkauft alles andere hat niemanden Interessiert. In Zeiten der Eu gibt es viele Auflagen und jeder Scheiß muss genauestens Dokumentiert sein. Wenn du im Büro versagst kannst du Praxiserfahrungen haben soviel du willst.

  • Zudem stelle ich es mir aus Finanzieller Sicht sehr schwer vor mit Bio anzufangen. Vorallem im großen. Zur Vermarktung bedarf es gewisse Verbände und Abnehmer. Dieses ist mit gewissen Auflagen verbunden und diese Umzusetzen bedeutet enormen finanziellen aufwand. Richtig schwer wird es wenn Bio Viehhaltung dazukommt in einem Rahmen wie Demeter (oder wie sich dieser Verein da nennt) vorgibt.
    Um einen großen Funktionierenden betrieb aufzubauen würde ich auch wenn das gegen deine Idealen entspricht mit einem Konventionellen Ackerbau betrieb Anfangen. Das ganze erstmals ohne Vieh aber so das man die Möglichkeit hat den Hof auszubauen.
    Der Vorteil durch den reinen Konventionellen Ackerbau als Start ist eben das du dich auf eine Handvoll Geräte Beschränken kannst wodurch die Kosten erstmals überschaubar bleiben. Schlepper, Drille, Spritze, Streuer, KSE, Grubber und Drescher sollten für diesen Zweig eine gute Grundlage dar stellen. Für Dünger und Saatgut 1 oder 2 Kipper angeschafft mit Schnecke dran. Getreide Abtransport dann über LKWs.


    Wen das dann Läuft und man anfängt von den Schulden runter zukommen kann man drüber nachdenken in weitere Zweige zugehen. Kartoffeln, Erdbeeren und evtl Vieh.
    Ist diese Hürde genommen kann man sicherlich gut anfangen einen teil oder ganz auf Bio umzustellen auch wenn ich es nicht tun würde.

  • Hm klingt interessant>> ich bin für jede info dankbar
    Vieh kommt eigentlich nicht in fragen, zumindest nich als Betriebszweig
    Du wirst es nicht glauben, das man mit konventionell anfangen sollte hat mir mein Vater auch schon gesagt.^^ Aber wenn man sich einem Verband anschließt, erhält man ja auch unterstützung von denen (finanziell weiß ich nicht, aber bei der planung auf jeden fall) und die helfen auch abnehmer zu finden.


    Nen drescher gleich am anfang anschaffen? Da is doch die Hilfe vom Lohnunternehmer am anfang besser oder?
    Mfg Vinzenz

  • finanzielle Unterstützung kriegst du nicht im Gegenteil du zahlst. und das fängt bei der Beratung an. Zudem machst du dich durch solche verbände irgendwo abhängig weil du musst dann nach den ihrer Pfeife tanzen. Demeter ist sicher kein Schlechter Verband und hilft bei der Vermarktung da die Richtlinien eben schärfer sind als die die von der EU für Bio gefordert werden. Das Problem ist nur das es eben enorme Menge an Geld kost diese zu erfüllen. habe mir zwischenzeitlich auch mal überlegt einen gewissen Teil des Betriebes auf Bio umzustellen aber bin den auch noch schneller wieder von runter.

  • Weil ich es nicht einsehe mir von einem verband wie Demeter und co irgend etwas Vorschreiben zulassen. Da bleib ich doch Lieber Unabhängig von solchen Idioten. Ich bau an was ich will und Hole das Saatgut wo ich es will. An Pflanzenschutzmittel gibt es ebenfalls reichlich genug Auswahl wo man einkaufen kann. Dünger sowieso. Dieses ganze Bio Konzept da hat mich eben einfach nicht überzeugt. Zudem empfand ich es als absolute unwirtschaftlich.

  • Da kann man schon wieder eine Gegenfrage stellen.Aber jetzt mal allgemein in die Runde. ;)


    Warum ist das Bio-Konzept aus deiner/eurer Sicht unwirtschaftlich ? Weil man an einem Verband wie Demeter zusammenarbeiten muss ?
    Und diese Verbände einem vorschreiben was man für ein Saatgut für die Saat benutzt,welches Spritzmittel man für den Pflanzenschutz benutzt ?
    Meinst du man kann z.B. ein besseres Saatgut für einen günstigeren Preis bekommen und Demeter und Co. schreiben einem vor man soll das teurere nehmen,obwohl du schon genau weißt
    das das Saatgut nichts taugt ?


    Jetzt wollte ich noch etwas dazu schreiben,bloß jetzt ist es weg... :oops:

  • Vorschriften dienen der strengen Kontrolle, um die Qualität zu sichern. Idioten? diese idioten erldigen ihre Aufgaben, wie jeder andere. Und ich glaub, da gibts noch ganz ander Idioten in der konv. LW. Du kannst das anbauen, was du anbauen willst, nur möchte der Verband dich unterstützen den OPTIMALSTEN ERTRAG, BEI MAXIMALER Boden erhaltung, bzw Naturschonung das ist das grundwirtschaftsprinzip, im gegensatz zu konv. wo es immer nur um max. Ertrag geht.

  • "Vinzenz-johnny8330" schrieb:

    nur möchte der Verband dich unterstützen den OPTIMALSTEN ERTRAG, BEI MAXIMALER Boden erhaltung, bzw Naturschonung das ist das grundwirtschaftsprinzip, im gegensatz zu konv. wo es immer nur um max. Ertrag geht.


    Falsch den Verbänden geht es in erster Linie um ihren max gewinn. Du zahlst einen Jährlichen Grundbetrag für den hast du X Stunden Beratung für jede Weitere Bezahlst du. Für Weiterbildungen sowieso und für vieles andere Zahlst auch wieder Extra. Die Demeter ist eine der größten Blender vereine die ich kenne. So geben sie Richtlinien raus zur Tierhaltung welche du erfüllen musst um das Siegel von denen zukriegen (zumindest heißt es so). Evtl kommen sie sich mal deine Viehwirtschaft ansehen weil sowas ja was offensichtliches ist. Was du aber fütterst wird nicht überprüft. weil kost ja Geld. So kannst du einfach das Füttern was du selber anbaust. Nachweise über die Qualität brauchst du aber nicht so kannst du dem Vieh locker Sondermüll füttern. Hier bedarf es mehr Kontrollen über die Qualität. Aber in erster Linie geht es den verbänden eben darum dich am bezahlen zu halten. Dein Einigster Vorteil ist eben das " Siegel" welches dem Kunden eine Sicherheit vorgaukelt die nicht zwingend vorhanden ist. Gerade bei Hofläden ist die Qualitätskontrolle eher schwer.

    500PS gegen Hobby Landwirte mit überdimensionierten Schleppern


    Traktoren sind dafür damit sie Arbeiten, nicht damit sie Spazieren fahren.

  • "9630Driver" schrieb:

    Die Demeter ist eine der größten Blender vereine die ich kenne. So geben sie Richtlinien raus zur Tierhaltung welche du erfüllen musst um das Siegel von denen zukriegen (zumindest heißt es so). Evtl kommen sie sich mal deine Viehwirtschaft ansehen weil sowas ja was offensichtliches ist. Was du aber fütterst wird nicht überprüft. weil kost ja Geld. So kannst du einfach das Füttern was du selber anbaust. Nachweise über die Qualität brauchst du aber nicht so kannst du dem Vieh locker Sondermüll füttern. Hier bedarf es mehr Kontrollen über die Qualität. Dein Einigster Vorteil ist eben das " Siegel" welches dem Kunden eine Sicherheit vorgaukelt die nicht zwingend vorhanden ist. Gerade bei Hofläden ist die Qualitätskontrolle eher schwer.


    Jetzt pass mal auf: Das ist be jedem Verband so, dass du Richtlinien erfüllen musst. Es ist eine Lüge, das die nicht Kontrollieren, was du fütterst. (Ich war schon auf mehreren demeterbetrieben, die einige unangemeldete Kontrollen mitmachen mussten, wo auch das Futter kontrolliert wurde) Demeter soll mehr Kontrollen? Vielleicht ist dir bekannt, das Demeter der strengste Verband von allen ist. Soll ich dir mal sagen wo es mehr Kontrollen bedarf? z.B.: in den riesen Schweinemastbetrieben dort sollte man mal strenge Kontrollen und strengere Auflagen vorsetzen. Dort sollte man mal schauen was die füttern!

  • Komisch ich kenne hier mindestens 6 Demeter Betriebe für die wir im lohn dreschen wo wir mal Weizen der noch im Drescher war eingeschickt haben- Bei 5 von 6 Proben war das Ergebnis Sondermüll. Bei 3 dieser Betriebe lief der verkauf ausschließlich über den Hofladen. Wo ist also da die Strenge Kontrolle?

  • Und wenn ich bei manchen Großbetrieben sehe wie die ihr Getreide einfach in den schmutzigen Hof kippen, damit es schön nass und schmutzig wird, bevor es verkauft oder verfüttert werden kann, dann es ich lieber mein Bio-brot vom Nachbarbauern, wo ich weiß, wie es hergestellt wurde.