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Alternative Wege Wirtschaftlicher?

  • AgrarMeister
  • 25. Mai 2014 um 10:33

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  • AgrarMeister
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    • 25. Mai 2014 um 10:33
    • #1

    Ich habe zwar selber nix mit dem Vieh zutun, finde diese Doku aber sehr interessant, hier geht es um eine Alternative Haltung von Rindern welche früher mehr oder weniger normal war.

    Irgendwie gibt diese Doku etwas zu denken finde ich, betrachtet man das man früher gut von der Milch leben konnte und die Preise hier ok waren, muss man langsam echt mal dadrüber nachdenken ob die Wege die man in der Landwirtschaft geht immer die Richtigen sind und ob man sich nicht selber um seinen Ertrag bringt.

    Im Grunde hat ja jeder Unternehmer das Ziel seinen Gewinn zu optimieren, dieser Beitrag regt aber zu dem Gedanken an das wir uns in der Landwirtschaft damit selber die Preise kaputt gemacht haben.

    Inzwischen sind ja die Landwirte immer wieder über den Milchpreis am Schimpfen, aber ist es nicht so das hier weniger die Industrie dran Schuld ist?
    Die Landwirtschaft hat sich massiv gewandelt und einen weg eingeschlagen immer mehr aus immer weniger zu holen was ja eigentlich auch verständlich ist, aber woher kommt dieser weg?

    Ich stelle nun einfach mal in den Raum das dieser Weg aus der Geldgier gekommen ist aus der Zeit wo die Milchpreise noch super waren, ist ja auch Toll wenn man statt 6.000l Milch 8.000l verkaufen kann zu Super preisen, hier Investiert man dann auch gerne etwas mehr, die Kosten für die Produktion waren ja auch damals nicht so hoch.
    Man ist also dazu über gegangen das Vieh im Stall zu halten und so über Futtermischungen und Zucht die Kühe zu immer höheren Leistungen zu züchten was letztlich dazu führte das man im Überschuss Produziert, die Molkereien die Preise senken können da mehr Angebot als Nachfrage da war. Klar wieso auch nicht? wenn ich die Wahl hab wo ich kaufe und der andere darauf angewiesen ist zu verkaufen senkt das den Preis.
    Dieses führte wiederum dazu das Versucht wurde den geringeren Preis durch mehr Ware zu kompensieren, der Gewinn wurde ja weniger also muss man mehr Produzieren um den Lebenstand zu halten.

    Letztlich führte der Spaß aber dazu das man auf Grund dieses Denkens wir müssen mehr Produzieren um Leben zu können schleichend die Kosten für die Produktion gestiegen sind. Man dachte ja lieber hier was mehr ausgeben und da mehr verkaufen können.

    Was ist das Ende vom Lied? es wird mehr gedüngt womit die Nachfrage am Dünger steigt und die Kosten für die Düngung ebenfalls, die Erzeugnisse werden mehr und die Preise sinken weil zuviel da ist.
    ich möchte hier mal fast behaupten, wir haben uns den Strick immer weiter selber zugezogen und ausserhalb der Viehwirtschaft sieht es denke ich nicht sehr viel anders aus.

    Ich möchte dieses Thema mal dazu nutzen eure Meinung zu hören, haltet ihr die Aktuelle Gängige Praxis für Zukunftsreicher und Wirtschaftlich oder waren unsere Vorfahren vielleicht doch schlauer als wir?

    MfG
    Christian

  • SH-Agro
  • Jungbauer
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    • 26. Mai 2014 um 08:29
    • #2

    Ich kann Dir da absolut zustimmen!
    Unsere Vorfahren waren sicher schlauer! Die Geldgier hatte diese Generation nicht in diesem Ausmaß erfasst wie es heute der Fall ist! Jeder muss immer größer werden und das ohne Rücksicht auf Verluste! Vor 30 Jahren hätte es das hier nicht gegeben, dass ein Landwirt einem anderen die Fläche mit einer "feindlichen Übernahme" durch den Pachtpreis absprüchig macht. Heute ist das Gang und Gäbe...
    Das die Bauern daran alleine Schuld sind stimmt aber nur zum Teil. Vielfach ist auch die Politik schuld! Man hat irgendwann unter massivem Druck der USA beschlossen, die Importzölle für Nahrungsmittel massiv zu senken. Dies war die Geburtsstunde der Agrarausgleichszahlungen und von dort haben diese auch ihren Namen! Wenn man unter völlig anderen Bedingungen (Naturschutz, Auflagen, usw) produzieren muss wie ein regenwaldrodender brasilianischer Landwirt, dann muss irgendjemand die Mehrkosten ausgleichen damit die Betriebe so überleben können bzw. damit das Volk weiterhin günstige Lebensmittel kaufen kann. Auf der anderen Seite waren die Landwirte durch den Strukurwandel nahezu gezwungen zu wachsen da sonst kein ausreichendes Einkommen mehr möglich war. Und so dreht sich die Spirale weiter...
    Gäbe es keine Agrarausgleichszahlungen mehr, dann könnte auch niemand mehr WW für unter [lexicon='200',''][/lexicon] Euro / to. produzieren und die Preise für Lebensmittel würden steigen.

    Bei uns in AUT geht der Strukturwandel ja wesentlich langsamer als bei euch. Hier in der Gegend hat der durchschnittliche Vollerwerbslandwirt rund 150ha. Und davon kann man ganz gut leben. Natürlich gibt es auch hier ein paar Wahnsinnige, die die doppelte Pacht aller anderen zahlen und dann 2000ha bewirtschaften. Allerdings fahren die mit einem DB von max. [lexicon='100',''][/lexicon]€/ha und sind meist Bio-Betriebe. Da diese Bio-Förderungen nun mit der neuen GAP in AUT aber massiv reduziert wurden (um rund 140€/ha) wird es aber sehr sehr interessant, wie diese Betriebe nun weiter machen!

    mfg
    Jungbauer

  • Autoquad
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    • 26. Mai 2014 um 08:58
    • #3

    Unsere vorfahren hatten überhaupt nicht die technischen Möglichkeiten so zu wachsen.

    Da war arbeitswirtschaftlich nicht mehr drin und andere Arbeitsplätze gab es auch kaum.

    MfG Autoquad

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