Der richtige Schnitt - Schneidwerke das Gebiss des Mähdrescher

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  • Schneidwerke sind das Gebiss des Mähdreschers und tragen so massiv zur Gesamtleistung eines Mähdreschers bei.

    Zur Sicherung der Arbeitsqualität und der Maschinenleistung sollte man als Anwender auf einige Details achten.


    Messerklingen

    Messerklingen gibt es in verschiedenen Ausführungen von verschiedenen Herstellern, jedoch auch in verschiedene Qualitäten. Deswegen sollte jeder Besitzer eines Mähdreschers sich gut überlegen ob er hier sparen möchte.

    Originale und Qualitätsklingen sind gegenüber billigen Nachbauten immer durchgehärtet, dieses führt dazu das im Falle einer Beschädigung die Klingen einfach brechen und so nicht die Mähfinger beschädigen. Billige Nachbauten verbiegen sich oftmals nur und Schädigen so den Mähfinger. Ob es das Wert ist und man am Ende spart?


    In der Regel wird bei den Klingen von 3 Versionen gesprochen.

    1. Feine Verzahnung 14 tpi (14 Zähne je Inch)
    2. Grobe Verzahnung 11 tpi (11 Zähne je Inch)
    3. extra Grobe Verzahnung 7 tpi (7 Zähne je Inch)

    Grundsätzlich kann gesagt werden das Gröbere Klingen gegenüber Feineren eine Längere Standzeit aufweisen, dafür schneiden die Fein Verzahnten natürlich noch etwas sauberer was sich gerade bei noch grünen Erntegut bemerkbar macht. Bedingt durch Produktionstechniken sind die Standzeiten jedoch nicht mehr so extrem weit Auseinander.


    Sind die Klingen Verschlissen, wird das Erntegut gequetscht statt geschnitten, dieses führt dazu das sich der Halm zwischen Klinge und Finger zieht. Dieses führt zu Verstopfungen, erhöhten Kraftbedarf und erhöhten verschleiss.

    Zum Testen ob eine Klinge noch scharf ist, empfiehlt es sich einen Halm gegen die Klinge zu drücken. Wird der Halm nur aufgespießt und nicht geschnitten sollte man die Klinge tauschen.


    Mähfinger

    Bei den Mähfingern ist dadrauf zu achten das neue Finger normal einen Schnittspalt von 3,8 - 4,2 mm besitzen. Akzeptabel ist eine Aufweitung von max. 5,4mm, ab dann sollte der Finger getauscht werden da sonst das Messer nicht mehr Ordentlich geführt wird. Die Firma Schumacher bietet dafür einen entsprechenden Prüfkeil an.

    Auch sollte man sich die Kanten genau ansehen, sind diese abgerundet erhöht sich der Verschleiss.


    Messerführung

    Da beim Fahren das Messer permanent nach hinten gedrückt wird, ist auch auf die Messerführung zu achten. Bei vielen Schneidwerken ist die Führung am Mähfinger integriert und muss ggf. ganz ausgetauscht werden.

    Beim Tausch der Mähfinger empfiehlt es sich auch die Niederhalter zu tauschen. Durch den Druck des kippenden Messerrückens werden die Niederhalter gerade im hinteren Bereich belastet.



    Tipps;

    • Messerklingen sollten mit Schrauben befestigt sein um die Standzeiten zu Reduzieren
    • Sektionalmesser sind nicht nur im Versand günstiger sondern auch leichter zu Montieren und zu Lagern.
    • Mähfinger halten länger wenn die Klingen regelmäßig getauscht werden.
    • Für eine gute Druschqualität benötigen die Mähdrescher ausreichend Futter, um dieses zu erreichen benötigt es scharfe Schneidwerke.


    Fazit:

    Durch gut abgestimmte und gewartete Komponente lässt sich die Schnittleistung und Schnittqualität deutlich erhöhen. Ein Sauberer und Qualitativer Schnitt ist die beste Voraussetzung für hohe Flächenleistungen des Mähdreschers.

    Schlecht gewartete Schneidwerke führen zum Verstopfen der Klingen, der Fahrer fährt automatisch langsamer wodurch sich im Drescher aufgrund vom fehlenden Erntegut die Verluste erhöhen können.

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