Fahrbericht Vorführung 6155R

JDTT auf Tour,

geplant ist eine kleine Runde durch Deutschland, bei der ich gerne eure Schlepper vor die Linse bekommen möchte.

Das ganze soll dem Zwecke eines Foren Kalender dienen.

Alle weiteren Informationen erhaltet ihr hier:

Kalender - Einfahr Tour durch D mit dem neuen Skoda Karoq


  • Nachdem ich es ja bereits damals auf Facebook angekündigt hatte, es aber leider erst jetzt geschafft habe kommt nun auch endlich der Fahrbericht zum 6155R.


    Da wir während der Vorführung nicht übermäßig viele Arbeiten damit durchgeführt haben, werde ich in diesen Fahrbericht weniger auf die Leistungswerte eingehen.


    Gefahren wurde ein John Deere 6155R AutoPowr 50km/h mit Command Arm. Ausstattung wie gewohnt ziemlich komplett.



    Fangen wir diesmal in der Front des Traktors an.

    Ausgestattet war der Schlepper mit einem FKH von John Deere mit EHR.

    Positiv vielen hier die relativ langen Unterlenker auf, bei normalen Maschinen ist man zwar bedingt wegen der STVO Froh um jeden cm den man hier spart, da wir aber eine Anbauspritze mit Fronttank von Amazone fahren wo die Koppelpunkte weit unter dem Faß liegen machen sich die langen Ul sehr bezahlt. Zum einen ist es mit den kurzen UL die wir am 6170R haben fast unmöglich das Fass anzuhängen da man nicht dazwischen kommt, zum anderen kriegt man hier keine Kiste mehr zwischen Haube und Faß um z.B. Spritzmittel mit zu nehmen. Beim JD FKH war dieses aber Problemlos möglich.


    Motorraum:

    In Punkto Wartung hat sich hier zum Vorgänger leider nicht sehr getan, gerade die Reinigung der Kühler geht bei der Konkurrenz doch um ein vielfaches schöner.


    TLS:

    wie auch schon bei den Vorgängern ist der Fahrkomfort mit der TLS Achse sowohl auf der Straße wie auch auf dem Acker sehr gut.


    Getriebe:

    der Getestete Schlepper hatte ein 50km/h AutoPowr Getriebe drin. Die Einstellmöglichkeit sind schon ziemlich gut und Vielseitig, der ungeübte Fahrer der AP nicht kennt tut sich jedoch hier schwer. Das ansprach und Beschleunigungsverhalten ist gut.


    Heck:

    Das Heck wirkt sehr aufgeräumt, die neuen Hebelkupplungen machen auch das Kuppeln der Hydraulikverbindungen zum Vergnügen.

    Bedingt durch die andere Anordnung und den längeren Unterlenkern zum 6930P hatten wir aber stellenweise Probleme mit der länge der Hydraulikleitungen an den Maschinen weshalb wir verlängern mussten. Beim 6170R passen alle Maschinen trotz längeren UL noch.


    Kabine

    Die Kabine ist wie auch beim 6170R sehr geräumig, an Ablagemöglichkeiten ist zwar ein wenig was dazu gekommen aber hat nach wie vor Verbesserungspotenzial. Der Kühlschrank ist wie auch beim Vorgänger unter der Dokumentenbox und mit dieser drauf kaum zu öffnen.


    CommandArm:

    Im Großen und ganzen wirkt der Command Arm aufgeräumt, zeigt jedoch meiner Meinung nach starke schwäche beim Bedienen.

    Die wohl wichtigsten Knöpfe beim normalen Arbeiten sind die des Lenksystems sowie die des Vorgewendemangemt, leider sind diese ohne drauf zu schauen kaum Treffsicher zu bedienen, Wippschalter wie bei den Steuergeräten wären schöner gewesen.

    Bei der Einstellung der Arbeitstiefe hat man wie ich finde einen schritt zurück gemacht, ein Endlos rad bei dem man die Arbeitstiefe mit Set bestätigen muss ist dann doch irgendwie umständlicher als der alte Schieber. Man kann sich zwar dran gewöhnen unbedingt schön ist es nicht. Schade ist auch das die Einstellung nicht über einen Neustart hinweg gespeichert wird und man z.B. zum Pflügen immer wieder neu die richtige Stelle suchen muss.

    Command Center:

    John deer wirbt zwar damit das man dieses wie ein Tablet bedienen kann, in der Praxis fehlt es hierzu aber doch noch etwas. Schön ist das man die Anleitung im CC immer dabei hat, warum kann man aber Texte nicht mit den Fingern Scrollen und muss dafür immer auf die Pfeiltasten drücken?

    Auch weniger schön fallen die Einstellungen auf, warum muss man für jede Einstellungen einen extra Tab links machen? ein einfaches klicken in das was ich ändern will wäre doch viel einfacher, nicht zuletzt weil es beim Vorgänger und dem 30er auch schon so war.


    Verbesserungswürdig ist der Spaß auch bei der Freisprecheinrichtung, irgendwie war es uns nicht möglich auf das Telefonbuch vom Handy zurückzugreifen. Manchmal tauchte nichtmal der Button zum annehmen auf. Eine Sprach Annahme wie bei der Parott 9200

    fehlte leider auch. Die Klangliche Qualität der FSB war jedoch gegenüber dem Vorgänger deutlich besser jedoch weit von der Parott 9200 weg.


    Optimierungswürdig ist mit Sicherheit auch noch die Programmierung der Vorgewendefunktionen, die Computer Jugend kommt zwar schnell mit klar ältere Stößen jedoch schnell an Ihre grenzen (selbst wenn gewisse Erfahrungen dank AMS oder dem alten CC vorhanden sind).

    Fazit:

    Im Großen und ganzen ist der Schlepper zwar nicht schlecht, ein Wow Effekt konnte sich jedoch auch nicht einstellen.


    Wünschenswert wäre es auch wenn ähnlich wie bei Fendt mehr Einstellungen auch was Motor, Getriebe und Hydraulik angeht zu den jeweiligen Maschinen gespeichert werden könnten.

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